Welche Produktionstechnologie wird wie stark vom Staat subventioniert?
Welche Produktionstechnologie wird wie stark vom Staat subventioniert?
Ohne staatliche Förderung wird grundsätzlich keine Stromproduktion gebaut. Ein Vergleich ist anspruchsvoll, denn das Fördersystem der Schweiz ist intransparent, komplex und unterscheidet sich je nach Technologie und föderaler Ebene. Häufig stehen mehrere Förderinstrumente parallel zur Verfügung. Bei der Förderung von Solaranlagen gibt es beispielsweise allein auf Bundesebene 55 mögliche Fördertarife, bestehend aus verschiedenen Kombinationen von Grundförderung (für Grösse und Ort der Anlage) und Boni (bspw. Neigungswinkel, Winterstrom, Parkflächen). Nicht zu Unrecht hielt die Eidgenössische Finanzkontrolle in einem Bericht von 2023 fest, dass sich die finanziellen Anreize «intransparent nach dem Zufallsprinzip» aneinanderreihten und «die Höhe der verschiedenen Anreize […] teilweise starken individuellen und räumlichen Unterschieden sowie zeitlichen Schwankungen» unterliege. Auch bei der Wasserkraft bestehen mit dem auslaufenden KEV-Modell (kostendeckende Einspeisevergütung) und der Wahl zwischen Investitionsbeiträgen und gleitender Marktprämie mehrere Modelle nebeneinander. Ähnliches gilt für die Windkraft. In diesem vielschichtigen, projektabhängigen und dynamischen System lässt sich das Ausmass der Förderung einzelner Produktionstechnologien nicht auf den Rappen genau beziffern.
Trotzdem – oder gerade deswegen – ist ein Vergleich der Förderungen für die energiepolitische Diskussion zentral. economiesuisse hat deshalb eine Abschätzung der bestehenden Förderungen vorgenommen und dem theoretisch notwendigen Förderbedarf potenzieller neuer Kernkraftwerke gegenübergestellt, wie er von aktuellen Studien geschätzt wird.[1] Der Fokus liegt auf jenen Technologien und Instrumenten, bei denen eine Abschätzung vergleichsweise zuverlässig möglich ist.[2] Das Resultat: Die theoretische Förderung wäre nicht höher als die heutige bestehende Förderung anderer Technologien.