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Allianz sichere Stromversorgung
Nuklearforum Schweiz
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Ist die Atommüll-Problematik in der Schweiz gelöst?

Finanziell und technisch ja, politisch noch nicht. Die Schweiz verfügt im internationalen Vergleich über ein strenges Verursacherprinzip. Die Betreiberinnen von Atomkraftwerken müssen die Kosten für Stilllegung und Entsorgung tragen. Dafür äufnen sie seit Jahren einerseits einen Entsorgungsfonds (Abfälle und abgebrannte Brennelemente) und einen Stilllegungsfonds (Rückbau der Anlagen). Die Finanzierung erfolgt über die Gestehungskosten und damit in die Strompreisbildung. Beide Fondsbestände lagen zuletzt über dem gesetzlichen Soll.[1] Die Schweiz hat sich für die geologische Tiefenlagerung als langfristige Entsorgungslösung entschieden, bei der die radioaktiven Abfälle tief unter dem Erdboden in eine geeignete Gesteinsschicht eingeschlossen werden. Das Projekt befindet sich nicht mehr in der Grundlagenforschung, sondern in einem fortgeschrittenen Bewilligungsverfahren. Die Nagra hat nach ausführlichen Untersuchungen den Standort Nördlich Lägern vorgeschlagen.[2] Der politische Prozess zur Erteilung der Rahmenbewilligung für das Tiefenlager muss noch durchlaufen werden. Bis zur Realisierung lagern die bestehenden Abfälle im oberirdischen Zwischenlager Würenlingen.[3] Andere Länder sind weiter: Finnland verfügt bereits über ein geologisches Tiefenlager, Schweden ist dabei eines zu bauen. Mit Implenia ist ein Schweizer Unternehmen am Bau beteiligt.[4] Auch Österreich, das über keine Kernkraftwerke verfügt, braucht ein entsprechendes Lager für Abfälle aus Forschung und Industrie.[5]