Beinahe – aber noch nicht ganz. Die inländische Stromproduktion ist heute zu rund 99.5% CO₂-frei (nahezu klimaneutral), da sie hauptsächlich aus Wasserkraft und Kernenergie stammt.[1] Allerdings sind die Importe nicht vollständig klimaneutral: Im Winterhalbjahr muss die Schweiz Strom importieren, der teilweise aus Gas- oder Kohlestrom stammt. Langfristig gilt das Ziel, die Stromversorgung komplett klimaneutral zu gestalten – also mit ausschliesslich CO₂-freien Energiequellen. Die grosse Herausforderung wird dabei sein, die heutige emissionsfreie Produktion aus bestehenden Kernkraftwerken (40% des Winterstroms) zu ersetzen. Ohne Laufzeitverlängerungen wird diese von 2033 bis 2044 kontinuierlich verschwinden. Gleichzeitig dürfte der Stromverbrauch um rund ein Drittel zunehmen – aufgrund der Digitalisierung und der Dekarbonisierung von Gebäuden und Mobilität.[2]