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Wie verlässlich ist die Stromproduktion aus Atomkraft in heissen, trockenen Sommern?

Beznau 1 und 2, die ältesten Kernreaktoren der Schweiz, beziehen Kühlwasser aus der Aare. Gemäss Gewässerschutzverordnung darf kein Kühlwasser mehr eingeleitet werden, wenn die Wassertemperatur der Aare nach vollständiger Durchmischung des Kühlwassers wärmer als 25 Grad ist. Ansonsten muss die Kraftwerksleistung reduziert werden. Dies war in der Hitzewelle im Juni 2026 der Fall.[1] Da die Schweiz im Sommer genug Strom hat, ist diese Reduktion für die Versorgung kein Problem, der Gewässerschutz geht vor. Die Kernkraft ergänzt sich ideal mit Solarstrom. Die neueren Kraftwerke Leibstadt und Gösgen kennen diese Einschränkung zudem nicht, da sie in weitgehend geschlossenen Kreisläufen mit Kühlturm gekühlt werden. Das sieht man bspw. auch in Frankreich. Von 56 Reaktoren bergen 48 kein Risiko für Flusswassererwärmung. Deswegen ist die Produktion auch mehr oder weniger konstant, trotz Hitzewelle.[2] Neue Generationen von Kraftwerken verzichten mehrheitlich auf Durchlaufkühlung, ausser an Küstenstandorten, wo sie aus praktischen Gründen verbreitet bleibt.