Neue grosse Kernkraftwerke sind kapitalintensiv. Die Spannweite ist gross, weil Baukosten stark von Standort, Reaktortyp, Finanzierungskosten, Lieferkette und Projekterfahrung abhängen. Internationale Erfahrungen zeigen: In etablierten Serienbau-Programmen sind Kosten und Bauzeiten deutlich besser kontrollierbar; in westlichen Erstprojekten traten dagegen erhebliche Kostenüberschreitungen und Verzögerungen auf. In der Schweiz zeigen Studien, dass bei den Kapitalkosten eine Grössenordnung von etwa CHF 8’000 pro kW (overnight construction cost) anzustreben ist.[1] Je nach Projektausgestaltung und Grösse schätzt eine Studie von BAK economics im Auftrag von economiesuisse die Kapitalkosten über die Lebensdauer auf 7.3 bis 8.1 Rp./kWh.[2] Die Gestehungskosten belaufen sich auf 11.0 bis 11.8 Rp/kWh. Davon liessen sich circa 55-58% durch Markterlöse decken. Für zusätzlichen Winterstrom stellt die Kernkraft damit eine sehr attraktive Variante dar, wie eine Studie von Axpo bestätigt.[3]