Ergänzende Optionen schaffen.
Einlösen, wenn nötig.
Die Schweiz braucht künftig mehr Strom, besonders im Winter. Wasser, Sonne und Wind bleiben unverzichtbar, reichen allein aber nicht aus, um den wachsenden Bedarf jederzeit zu decken. Kernenergie ergänzt den Strommix und begrenzt die Abhängigkeit von Importen. Mit der Aufhebung des Neubauverbots für Kernkraftwerke erhalten Nachwuchskräfte und Zulieferer in der Schweiz wieder eine Perspektive. Das stärkt zugleich den Langzeitbetrieb der bestehenden Anlagen. Deshalb soll sich die Schweiz diese Option für die Zukunft offenhalten.
Der indirekte Gegenvorschlag zur Blackout-Initiative hebt das Verbot neuer Kernkraftwerke im Kernenergiegesetz auf und schafft damit die rechtliche Möglichkeit, künftig wieder Rahmenbewilligungen zu erteilen. Einen konkreten Neubau oder dessen Finanzierung beschliesst die Vorlage nicht. Der Bundesrat empfiehlt die inzwischen zurückgezogene Blackout-Initiative zur Ablehnung, unterstützt mit dem indirekten Gegenvorschlag jedoch das Anliegen der Technologieoffenheit. Auch das Parlament unterstützt den Gegenvorschlag und damit das Anliegen der Technologieoffenheit.
Zu den Unterstützern des indirekten Gegenvorschlags gehören FDP, SVP, EDU und Teile der Mitte. Auch die Wirtschaft steht hinter der Vorlage, darunter economiesuisse, der Schweizerische Gewerbeverband, Swissmem, scienceindustries, der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen, das Nuklearforum sowie die Betreiber Axpo, Alpiq und BKW. Gegen den Gegenvorschlag stellen sich SP, Grüne, GLP, EVP, Teile der Mitte sowie mehrere kernenergiekritische Organisationen.
- Die Schweiz läuft mittelfristig in einen Stromengpass: Der Bedarf wächst, während die Versorgung besonders im Winter anspruchsvoller wird.
- Wasser, Sonne und Wind müssen ausgebaut werden, können den benötigten Strom aber nicht zu jeder Zeit und in der erforderlichen Menge bereitstellen.
- Kernenergie ergänzt diesen Mix mit witterungsunabhängiger, CO₂-armer Produktion und verhindert eine noch stärkere Abhängigkeit von Importen.
- Die Aufhebung des Verbotes gibt der Kernenergie in der Schweiz wieder eine Perspektive. Das stärkt unmittelbar den sicheren Langzeitbetrieb der bestehenden Anlagen, der für die Versorgungssicherheit der nächsten Jahre zwingend nötig ist.
- Kernenergie ist international stark im Aufwind: In mehr als 30 Ländern sind Kernkraftwerke in Betrieb. In 15 Ländern befinden sich neue Anlagen im Bau. Rund 30 Länder ohne bestehende Kernkraftwerke prüfen oder planen derzeit den Einstieg in die Kernenergie. Ausstiegsländer wie Deutschland sind eine kleine Minderheit.
- Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt. Aktuell wird mit Hochdruck an neuartigen Reaktoren geforscht und in gewissen Ländern sind solche neuartigen Anlagen bereits im Bau. Mit der aktuellen Gesetzeslage verschliesst sich die Schweiz diesen Entwicklungen ganz.
Deshalb soll die Schweiz die Option Atomkraft offenhalten. Ein Ja ermöglicht spätere Entscheide, löst aber unmittelbar noch keinen Neubau aus.
Darum Ja zum indirekten Gegenvorschlag
- Ja zu einer sicheren, CO₂-armen Stromversorgung – auch im Winter.
- Ja zu einem ausgewogenen Strommix aus Wasser, Sonne, Wind und ergänzt mit Kernenergie.
- Ja zu einer zusätzlichen Option, die wir dann einlösen, wenn wir sie brauchen.
- Ja zu Perspektiven für Fachkräfte, Forschung und die Schweizer Zulieferindustrie.
- Ja zur Technologieoffenheit. Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt. Eine Aufhebung des Neubauverbotes wirkt als Versicherung.
Mit dem indirekten Gegenvorschlag bauen wir noch kein Atomkraftwerk. Er sorgt dafür, dass die Schweiz entscheiden kann, wenn sie diese Option braucht. Darum Ja zum indirekten Gegenvorschlag.